Google rollt zurzeit sein Panda Update 4.0 aus und trifft damit sogar die ganz großen der Online Branche wie Ebay oder den Preisvergleicher Idealo. Doch was genau bewirkt Panda 4.0 und wie kann man negativen Auswirkungen zuvorkommen?

Am Anfang stand ein Tweet:

Jetzt gibt es erste Konsequenzen: Nach ersten Auswertungen verliert eBay fast 75% seiner Ergebnisse auf der ersten SERP-Seite über die gesamte Bandbreite der Keywords. Damit muss der Internetriese einen massiven Einbruch des organischen Traffics, also derjenigen Besucher, die über die Google Suche zur Website gelangen, hinnehmen. Doch was genau bewirkt Panda 4.0 und wie kann man negativen Auswirkungen entgegenwirken? Und: Welche Faktoren knüpft sich der aggressive Panda vor?

Zum jetzigen Zeitpunkt können wir nur mutmaßen, aber verschiedene Analysen von SEO-Experten auf der ganzen Welt lassen sich verdichten und einige der Faktoren benennen, die beim aktuellen Panda-Update im Fokus stehen könnten.

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Brückenseiten im Fokus

Dass eBay so hart vom Google-Update getroffen wurde, liegt vor allem an den „doorway pages“, den sogenannten Brückenseiten. Diese Seiten werden sehr stark für Suchmaschinen optimiert, bieten aber den Besuchern meist keinen Mehrwert. In vielen Fällen wird dem User die Brückenseite gar nicht angezeigt. Stattdessen leitet die Brückenseite direkt auf die eigentliche Website weiter. Vorteil war hier, dass man die eigentliche Website nicht optimieren und hochwertig gestalten, sondern lediglich die Brückenseite für hohe Rankings bei Google trimmen musste.

Da Suchmaschinen in der Regel lange und gute Texte belohnen, ein Online Shop-Betreiber aber auf einer Produktseite nicht so viel Text, sondern lieber große Produktbilder platzieren wollte, wurde eine Brückenseite eingerichtet. Diese ist textlich für Suchmaschinen optimiert und sorgt für Besucher, die dann direkt zur Shopseite mit den bunten Bildchen weitergeleitet wurden. Panda 4.0 erkennt diese Brückenseiten nun besser und straft hier gnadenlos ab.

„Strafe“ für Seiten mit schwachem Inhalt

Die andere, aus Sicht von Google, „sträfliche Handlung“ sind Seiten mit wenig oder nicht relevantem Inhalt. Auch hier hatte eBay in den letzten Jahren viele Seiten aufgebaut, die nur sehr wenig Inhalt, dafür aber sehr viele Links zu weiterführenden Unterseiten enthielten und auch noch jede Menge Werbung wie Banner zeigten. Für den Besucher sind solche Seiten wenig sinnstiftend und daher ist es ganz im Sinne Googles, dass sie aus den Suchergebnissen verschwinden.

Kategorie-Seiten ausschließlich für SEO-Zwecke

Kategorie-Seiten geben normalerweise einen sinnvollen Überblick über die Produkte einer bestimmten Kategorie. Möchte man sich beispielsweise ein Handy kaufen, macht eine Kategorie-Seite mit Herstellern wie Apple, Samsung, HTC usw. Sinn. Solche „echten“ Kategorie-Seiten sind für den Besucher über die Navigation der Website sehr leicht zugänglich und erleichtern den Einstieg in tiefere Seiten. Bei den „falschen“ Kategorie-Seiten geht es einzig und allein darum einzelne Seiten für Suchmaschinen zu optimieren und nicht für die Nutzer der Website. Diese Seiten erreicht man in der Regel nicht über die normale Navigation. Damit dienen die Kategorie-Seiten einem ähnlichen Zweck wie Brückenseiten und sollen Suchmaschinen hinters Licht führen.

Was kann ich tun, damit mich der Panda in Ruhe lässt?

Im Prinzip das Gleiche was man spätestens seit dem ersten Panda-Rollout tun sollte: Hochwertige Inhalte für den Nutzer schreiben und sich nicht so sehr, um das Wohlgefallen der Suchmaschinen zu kümmern. Wenn Sie Ihre Inhalte für Nutzer optimal aufbereiten, kommt das gute Ranking von ganz alleine!