SEO ist ein komplexes Thema. Trotzdem möchte ich in meinem heutigen Blog-Artikel ein paar Tipps geben und Trends beschreiben, die für die Suchmaschinenoptimierung wichtig sind. Grundsätzlich geht es immer darum, im Suchmaschinen-Ranking mit seiner Website möglichst weit oben auf der SERP bei Suchmaschinen wie Google gelistet zu werden, also der Suchergebnisseite. Und um das zu schaffen, gibt es zahlreiche Kriterien zu beachten und auf Veränderungen zu reagieren. Dazu gehören qualitativ guter Content auf der Website selbst, Linkaufbau etc.

Die Keyword-Recherche – oft vernachlässigt und doch so wichtig

Am Anfang aller Aktivitäten sollte mir klar sein, wen ich überhaupt mit meiner Webseite erreichen will, also die Zielgruppe kennen und das Ziel festlegen, wie den Verkauf eines bestimmten Produkts oder einer Serviceleistung.

Erst dann folgt ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg nach oben auf die SERP: die Keyword-Recherche. Also die Suche nach Wörtern oder Wort-Kombinationen, unter denen meine Website unter anderem bei Google gefunden werden soll. Dabei nie außer Acht lassen, wonach meine Zielgruppe suchen würde. Klingt einfacher als es ist. Denn nur weil ich „Abendkleider“ verkaufe, heißt das noch lange nicht, dass dies das geeignete Keyword ist.

Gleich vorweg: dieses Keyword ist viel zu generisch und eignet sich daher unter Umständen nicht. Ich hab es mal in die Google-Suche eingegeben und kriege 1.330.000 Ergebnisse. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich auf der 1. Seite bei Google mit diesem Keyword lande ist also recht gering! Aber vielleicht verkaufe ich ganz spezielle Abendkleider, nach denen auch meine Zielgruppe sucht, zum Beispiel maßgeschneiderte in Berlin, dann könnte mein Keyword unter Umständen „maßgeschneiderte Abendkleider Berlin“ lauten. Man muss sich also erstmal genau Gedanken machen, was passende Keywords sein könnten.

Um das genauer zu analysieren, welche Wörter sich besser eignen und welche weniger, mache ich eine kleine Wettbewerbsanalyse, die ich mithilfe einiger Tools durchführe.

Drei wichtige Fragen gilt es dabei zu beantworten:

  1. Wie groß ist die Online-Nachfrage nach meinem Produkt?
  2. Wie groß ist der Online-Wettbewerb in meinem Bereich?
  3. Und wie stark sind die Wettbewerber?

Die Nachfrage ermittle ich mit dem Google Keyword-Planer, indem ich mein Keyword oder meine Keyword-Kombinationen eingebe. Parallel zum Suchvolumen erhalte ich von Google Keyword-Alternativen, die sich möglicherweise besser eignen oder meine Ideen noch ergänzen.

Um herauszufinden, wie hoch der Wettbewerb ist, gebe ich mein Keyword in die Such-Funktion von Google ein. Anhand der Ergebnisse sehe ich grob, wie groß das Angebot ist, also der Wettbewerb.

Als nächstes setze ich die Zahlen ins Verhältnis, denn ansonsten sagen sie nichts weiter aus, als dass es eine Nachfrage und ein Angebot gibt. Dies macht man am besten mit der Keyword-Matrix:

matrix

Quelle: seo-visions.de

Anhand der Matrix lässt sich ablesen, wie das Ergebnis aussehen sollte, um ein starkes Keyword zu finden: Optimal, wenn die Anzahl der Suchergebnisse (Google-Suche) für mein Keyword unter 10.000 und die Suchnachfrage (Keyword-Planer) über 10.000 liegt. Dann habe ich laut Matrix den Jackpot und zumindest bereits im Vorfeld ein Indiz dafür, ein sehr geeignetes, heißt profitables Keyword für meinen Markt gefunden zu haben. Bis man aber zum Jackpot kommt, hat man in der Regel schon einige Versuche gestartet und gute oder befriedigende Ergebnisse reichen eventuell auch. Und auch, wenn eine ausführliche Keyword-Recherche Zeit in Anspruch nimmt, zahlt sich das später in besseren Ranking-Ergebnissen aus. Probiert es selbst mal aus!

SEO-Trends im Auge behalten

Trend: Mobile vor PC und Laptop

Wie oben schon angesprochen, gibt es noch viele weitere Faktoren, die das Ranking einer Website beeinflussen. Wichtig ist es deshalb immer, die Trends nicht aus den Augen zu verlieren. So wird es in Zukunft immer wichtiger werden, dass eine Website für Mobilgeräte optimiert ist, da immer mehr Suchanfragen über diese Geräte gestellt werden und PCs und Laptops überholen werden – so die Prognose. Google rankt Webseiten, die nicht mobil-optimiert sind, in der mobilen Suche schlechter und Unternehmen sollten darauf reagieren, denn der User wird das im schlimmsten Fall nicht tolerieren und möglicherweise zur Konkurrenz gehen, wenn er da über sein Handy schneller zum Ziel kommt.

Trend: Spracherkennung

Auf dem Vormarsch ist auch die Spracherkennung, denn die Sucheingabe darüber ist wesentlich komfortabler als per Tastatur. Für die Suchmaschinenoptimierung bedeutet das eine Veränderung der Suchgewohnheiten. So ist die Rede von W-Fragen, die in das Sucheingabefeld eingegeben werden: Wer, Wie, Wann, Wo etc. Professionelle Spracherkennungssysteme gibt es bereits von den Marktführern: Siri von Apple, Now von Google und Cortana von Windows.

Trend: Direct Answers

Mit Direct Answers verändert sich die Suchergebnisseite und dürfte auch den Optimierern Kopfzerbrechen bereiten. Denn dieser Dienst liefert Ergebnisse, die keine Wünsche offen lassen, wie bei Wetterportalen schon zu beobachten ist: möchte ich die Wetterprognose für meine Stadt, krieg ich alles sofort dazu geliefert, was ich wissen muss. Alle Suchergebnisse darunter werden für mich uninteressant.

Was aber auch bei diesen Trends wieder auffällt: Google ist in erster Linie für Nutzer, nicht für Websites angelegt und handelt dementsprechend!